Dienstag, 26. Juli 2016

Nähreich vs. Nähchaos - zu Besuch bei jafi

Zur Urlaubszeit geht unsere virtuelle Reise heute mal in die schöne Steiermark in Österreich direkt ins Nähzimmer von Janine, Euch sicherlich auch bekannt als jafi, eine unserer kreativen Probenäherinnen für unsere Damenstoffe.

"Nähreich vs. Nähchaos - der Blick durchs Schlüsselloch" 



1. Wer bist du und wie bist du zum Nähen gekommen?

Ich bin Janine Fink alias „jafi“ und lebe in der schönen Steiermark (Österreich) in der Nähe von Graz. Ich bin verheiratet, Mama eines 10-jährigen Sohnes und begeisterte Sewing-Bloggerin.
Zum Nähen kam ich durch meine Mama. Schon mit 11 Jahren konnte ich es kaum erwarten, Mamas alte Nähmaschine auszuprobieren. Zugegeben für das Tretbrett benötigte ich anfangs etwas Übung und längere Beine wären wohl auch von Vorteil gewesen. Aber nichts konnte mich aufhalten - ich lernte schnell den Umgang mit der Maschine. Ja, sie war völlig stromlos und nähte nur einen Geradstich vor- und rückwärts, aber ich fand das damals total faszinierend. Und so konnte ich anfangs ein paar hübsche Sachen für meine Puppen nähen. So hat alles begonnen … 


 2. Was machst du, wenn du nicht nähst? 

Abseits des Nähens habe ich natürlich einen ganz normalen Beruf. Ich arbeite als juristische Assistentin bei einem großen Wohnbauträger hier in Graz. Der Job ist alles andere als langweilig, erfordert aber ein hohes Maß an Genauigkeit und setzt viel Wissen voraus. 
Ganz abgesehen von meinem DIY-Dasein schlägt mein Herz auch noch für den Sport. Ich selbst bin diplomierte Gesundheitstrainerin und Lehrwart für Fitness und Aerobic. Letzteres unterrichte ich einmal pro Woche und es macht mir richtig Spaß! Ansonsten kann man mich ab und zu im Fitness-Studio, wo ich dann mit anderen gleichgesinnten Mädels in einer Dance-Stunde zu heißen Rhythmen ordentlich abshake, oder auf den Bergen beim Wandern oder Skifahren antreffen.


3. Was ist für dich beim Nähen unverzichtbar?

Da ich hauptsächlich abends und nachts nähe, ist für mich gutes Licht einfach unverzichtbar. So habe ich schon vor einiger Zeit in gute, aber Energie sparende Leuchtmittel investiert. 



4. Wann ist deine liebste Nähzeit?

Ich bin, wie schon erwähnt, hauptsächlich nachtaktiv. Ich mag es, wenn alles still ist und ich mich in aller Ruhe mit meinem Projekt auseinandersetzen kann. Viele meinen, dass sie abends nicht mehr genug Energie zum Nähen aufbringen können. Das ist bei mir zum Glück anders. Auch wenn es schon etwas abgedroschen klingt, aber für mich ist Nähen mein Yoga! Wenn es die Zeit zulässt, nähe ich aber auch gerne tagsüber und auch gerne mal in Gesellschaft. Gelegenheit dafür habe ich einmal im Monat bei unserem Nähtreff. <3



5. Was nähst du am liebsten?

Wohl eine der schwierigsten Fragen dieses Interviews, denn ich nähe einfach alles gern! :-D Manchmal mag ich lieber etwas Schnelles für zwischendurch, aber manchmal kann es auch mal gerne etwas Aufwändigeres sein. Vielmehr hängt es auch davon ab, was für Stoffe ich gerade in meinen Händen halte. Je nachdem entscheide ich mich dann für ein aus meiner Sicht passendes Schnittmuster. 


6. Was ist für dich in deinem Nähzimmer unverzichtbar?

Neben all meinen Maschinen (kombinierte Stick-/Nähmaschine, Overlock, Coverlock) sind für mich in meinem Nähzimmer meine Schneidematten, Schneidelineal und Rollcutter unverzichtbar! Warum eigentlich? Ja, wenn ich größere Schnittmusterteile zuschneiden möchte, lege ich meine Schneidematten einfach auf den Boden. Anschließen werden Stoff und Schnittmusterteil ordentlich darauf aufgelegt. Dann beschwere ich mit dem Schneidelineal das Schnittmuster und roll mit dem Cutter um das Schnittmuster rundherum. Das geht super schnell und macht einfach Spaß! 





7. Zeig uns dein liebstes „Nähhelferlein“!

So, hier sind dann mal meine liebsten Helferleins! Ich denke, ich mag sie deshalb so gern, da ich in den frühen Jahren meines nähtechnischen Daseins sehr dem Patchworken verfallen war. Ich besuchte einige Kurse und lernte beim Patchen sehr viele Techniken und Tricks, von denen ich bis heute noch profitiere. Und bis heute sind diese Helferleins meine treuesten Begleiter. 


8. Welche Tipps hast du für mehr Ordnung im Nähzimmer?

Da ich nur einen sehr kleinen Raum für meine Nähleidenschaft zur Verfügung habe, ist es meiner Meinung nach umso wichtiger, dass alles einen bestimmten Platz hat. Ich versuche auch immer, diese Ordnung während des Nähens einzuhalten. Das erspart mir viel Zeit beim Suchen, denn wenn alles wieder auf seinem Platz liegt, finde ich es auch beim nächsten Gebrauch schnell wieder an. 





9. Was würdest du jemandem mit auf den Weg geben, der sich ein Nähzimmer einrichten möchte?

Gutes Licht und einen ausreichend großen Tisch für die Maschine(n) ist sicherlich von Vorteil. Eine Aufbewahrung mit vielen Schubladen hat sich bei mir ebenfalls bestens bewährt. Wenn es der Platz zulässt, wäre natürlich ein Zuschneidetisch super. 




1 Kommentar:

Julia Kentrat hat gesagt…

Ich finde diesen Blick hinter die Kulissen so großartig!!!
Und hoffe sehr, dass diese Reihe noch lange fortgesetzt wird. Es ist superinteressant zu sehen, wie es bei anderen im Nähzimmer aussieht und vor allem kann man sich auch hier das ein oder andere anschauen!!!

Danke für diese tollen Einblicke <3

Liebe Grüße
Julia