Dienstag, 12. Juli 2016

Nähreich vs. Nähchaos - zu Besuch bei tausendbunt


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Nähreich vs. Nähchaos - der Blick durchs Schlüsselloch" 


Heute sind wir zu Besuch bei tausendbunt in Berlin und sie zeigt uns den Ort, an dem sie all ihre schönen Nähwerke entstehen lässt. Auch Steffi haben wir mal virtuell über die Schulter geschaut und sie gefragt was beim Nähen für sie unverzichtbar ist. Aber lest selbst:



1. Wer bist Du und wie bist Du zum Nähen gekommen? 

Hallo, ich bin Steffi und lebe in Berlin. Schon seit meiner Kindheit waren Handarbeiten immer ein Thema, zuerst habe ich stricken gelernt und dann ein bisschen häkeln. Als meine Kinder geboren wurden, hat mir mein Großvater irgendwann die alte Veritas-Nähmaschine von meiner Oma vermacht. Damit fing alles an…



2. Was machst Du, wenn Du nicht nähst? 

Wenn ich mal nicht nähe…hmm…
Beruflich verbringe ich viel Zeit am Schreibtisch in einem Büro für Landschaftsplanung. In meiner Freizeit lese ich besonders gern Krimis und für Gesellschaftspiele mit Freunden oder meiner Familie bin ich auch immer zu haben. Auch ins Kino gehe ich wahnsinnig gern, aber leider viel zu selten.

3. Was ist für Dich beim Nähen unverzichtbar?

Neben ansprechenden Stoffen finde ich es unverzichtbar, einen gewissen Vorrat an Kombistoffen, Bündchen, Vlieseline, Knöpfen und allem anderen möglichen Zubehör zur Verfügung zu haben. Wenn ich einen Stoff vor mir habe, entsteht oft schnell ein Bild in meinem Kopf, wie das fertige Kleidungsstück aussehen soll. Und dann will es auch sofort umsetzen! Nichts stört mich dann mehr als das fehlende passende Zubehör zur Realisierung.


4. Wann ist Deine liebste Nähzeit?

Meistens komme ich erst abends dazu, mich dem Nähen zu widmen. Noch lieber mag ich es aber zu nähen, wenn ich einen freien Tag habe und alle anderen aus dem Haus sind. Dann kann ich mich in Ruhe ausbreiten (zum Zuschneiden benutze ich nämlich den Küchentisch) und alles Zubehör herum liegen lassen und das begonnene Projekt auch abschließen. Halbfertige Sachen kann ich nur schwer aus der Hand legen…
An solchen Tagen hole ich sogar das Bügelbrett hervor!


5. Was nähst Du am liebsten?

Meine spontane Antwort: Hoodies! Ich mag die Lässigkeit von Kapuzenpullis einfach gern und auch die Möglichkeit, diese mit Ösen und Kordeln auszustatten. 
Aber auch alle anderen Shirts und Pullover, egal ob mit kurzen oder langen Ärmeln und bevorzugt nach immer wieder neuen Schnittmustern, nähe ich viel und gern für mich und den Rest der Familie. 



6. Was ist für Dich in Deinem Nähzimmer unverzichtbar?

Was mir an meinem Nähplatz wirklich wichtig ist, ist gutes Licht. Da ich oft abends nähe, habe ich seit einiger Zeit eine Tageslichtlampe und kann nicht mehr verstehen, wie ich vorher ohne sie ausgekommen bin. Es ist manchmal wirklich erstaunlich, was man plötzlich alles sehen kann… Vorher ist es mir schon passiert, dass ich Stoffe zusammen vernäht habe in dem Glauben, die Farbtöne würden harmonieren. Am nächsten Morgen sah das dann allerdings ganz anders aus.

7. Zeig uns Dein liebstes "Nähhelferlein"

Als erstes fällt mir da meine Zange für Druckknöpfe und Ösen ein. Diese Details könnte ich momentan an beinahe jedem Kleidungsstück irgendwo anbringen… 
Wenn ich mich bei meinem Zubehör so umsehe, entdecke ich aber auch noch viele andere „Helferlein“, auf die ich nur ungern verzichten würde. Meine Lieblingsschere, Stylefix für Reißverschlüsse, meinen Plotter…


8. Welche Tipps hast Du für mehr Ordnung im Nähzimmer?

Ich habe einige Zeit gebraucht, um für mich ein gewisses Ordnungssystem in meine Nähsachen zu bekommen. Wahrscheinlich muss man sein System auch immer wieder anpassen, in dem Maße, wie mit der Zeit der Platzbedarf steigt…
Inzwischen sortiere ich Schnittmusterteile in Klarsichthüllen und hefte sie mehr oder weniger konsequent ab. Stoffe bewahre ich in großen Plastikkisten auf, oft liegen aber zusätzlich auch Stoffstapel vor dem Regal auf dem Boden. Kleinzeug, wie Reißverschlüsse, Knöpfe, Kordeln, Stofffarbe, Bänder usw. kommt auch jeweils in eine Kiste.
Im Endeffekt muss da wohl jeder seinen eigenen Weg finden…


9. Was würdest Du jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein Nähzimmer einrichten möchte?

Einfach anfangen! 
Ein Arbeitsplatz, auf dem die Nähmaschine ständig stehen bleiben kann, ist Gold wert. Sonst hält einen womöglich der Räumaufwand vom schönsten Hobby der Welt ab! Etwas Stauraum für das ganze Drumherum und die Stoffe ist natürlich auch toll, aber das kann nach und nach wachsen. 
Und, was ich absolut genial fände: einen Zuschneidetisch, der etwas höher ist als ein Küchentisch!




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