Dienstag, 4. Oktober 2016

Nähreich vs. Nähchaos - zu Besuch bei Mücke

Heute sind wir zu Besuch bei der lieben Mücke, die einige sicherlich von ihrem gleichnamigen Blog Mücke kennen und manche vielleicht sogar von den Workshops, die sie im lillestoff-Nähcafé gibt. Wir haben mit Mücke ein kleines bisschen über sie selbst und ihr ganz persönliches Nähreich geplaudert.

"Nähreich vs. Nähchaos - der Blick durchs Schlüsselloch" 

1. Wer bist Du und wie bist Du zum Nähen gekommen?

Hej, ich bin Yvonne, Jahrgang 1975 und lebe mit meinem Mann und meinen drei Söhnen in einem Dorf nahe der Münchhausenstadt Bodenwerder.
Das Interesse zum Nähen besteht schon seit über 20 Jahren. Damals habe ich mal einen Kurs besucht. In den Folgejahren habe ich mich dann auf Flickarbeiten und Faschingskostüme beschränkt. 
Vor 6 Jahren entfachte die Leidenschaft dann voll und ganz. Seitdem nähe ich Kleidung für meine Familie, für mich und außerdem auch Taschen.

Seit 2012 schreibe ich gelegentlich auf meinem Blog Mücke. Mücke ist übrigens der Spitzname, den mein Mann mir gegeben hat.


2. Was machst Du, wenn Du nicht nähst? 

Hauptberuflich arbeite ich als Bürokauffrau im Tischlerei- und Innenausbau-Betrieb meines Mannes.
Ich gebe Nähworkshops bei Lillestoff, in denen ich mein Wissen weitergebe. Außerdem kümmere ich mich um Haushalt und das Wohlergehen der Familie. 
Ich lese sehr gerne und bin als Damenleiterin im Schützenverein aktiv.

3. Was ist für Dich beim Nähen unverzichtbar?

Die Ruhe und die Zeit! Wenn ich mich an die Maschinen setze höre ich erst wieder auf, wenn mein Teil fertig ist. Ich hasse unfertige Projekte. Die gibt es bei mir nicht!


4. Wann ist Deine liebste Nähzeit?

Wenn ich meine Alltagsarbeiten erledigt habe, gehe ich gern in mein Nähzimmer. Das ist meistens gegen Abend der Fall. 
Dadurch dass wir unser Büro im Haus haben, kann es aber auch schon mal passieren, dass ich auch vormittags nähe. Ich bin da flexibel. Es kommt immer darauf an, was um mich herum passiert und wo ich die Priorität sehe.


5. Was nähst Du am liebsten?

Ganz klar Bekleidung für mich! Ich liebe es meine Kleidung so zu gestalten, wie ich sie haben möchte. Individuell, einzigartig und so wie sie nicht zu kaufen ist.
Lange Zeit habe ich auch Taschen zum Verkauf genäht. Das mache ich immer noch gerne. Diese Projekte nehmen aber immer ein wenig mehr Zeit in Anspruch.
Mein Leben hat sich durch die tolle Möglichkeit bei Lillestoff verändert. Dafür bin ich sehr dankbar!


6. Was ist für Dich in Deinem Nähzimmer unverzichtbar?

Gutes Licht, meine Nähmaschine, meine Overlock, meine Coverlock, die Auswahl an schönen Stoffen und der Platz zum Zuschneiden.
Ich verrate jetzt mal was: Mein Zuschneidetisch ist der Billardtisch meines Mannes. Er ist mit einer großen Platte abgedeckt. Hüstel… Als Billardtisch ist er momentan nicht nutzbar. Ich habe den Raum fast völlig vereinnahmt.



7. Zeig uns Dein liebstes "Nähhelferlein"

Mein Schneideroller mit Abstandhalter. Dieser erspart mir das Anzeichnen der Nahtzugabe.
Es gibt noch viele andere Dinge, die das Nähen erleichtern. Wichtig ist mir eine gute Qualität meiner Maschinen und des Werkzeugs.

8. Welche Tipps hast Du für mehr Ordnung im Nähzimmer?

Eine Grundordnung sollte immer vorhanden sein. Ich habe viele Kartons und Kisten in denen meine Utensilien verstaut sind. Meine Schnittmuster verpacke ich z. B. konsequent in großen Briefumschlägen und verstaue sie in einer Kiste vom Möbelschweden. 
Wenn ich aber im Nähflow bin, wird auch nicht immer wieder alles wegeräumt. Ich denke das geht uns allen so!

9. Was würdest Du jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein Nähzimmer einrichten möchte?

Ganz egal wie groß der Raum oder der Platz ist wo genäht wird, am wichtigsten ist doch, dass man sich dort wohlfühlt. Man kann sich jede Stelle schön machen, wenn man möchte. Mir war am Wichtigsten, dass ich ausreichend Platz zum Zuschneiden habe. Ich mochte nicht auf dem Boden herumkriechen.

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