Dienstag, 22. November 2016

Nähreich vs. Nähchaos - zu Besuch bei Käferlgeschäft

Noch gar nicht so lange in unserem Probenähteam aber schon gar nicht mehr wegzudenken, ist die liebe Christina von Käferlgeschäft.

Heute besuchen wir sie in ihrem kleinen Nähreich und während wir uns letzte Woche noch auf hoher See befanden, geht unsere Reise heute nach Süddeutschland.


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Nähreich vs. Nähchaos - der Blick durchs Schlüsselloch"
1.       Wer bist Du und wie bist Du zum Nähen gekommen?

Ich bin Christina und meine Mama lacht heute noch, wenn sie sieht, was ich alles für mein Käferlgschäft mache. Sie kann gar nicht glauben, dass das aus ihrem „Mädl“, das Handarbeit in der Schule eher widerwillig besucht hat, geworden ist.
Ich fand handmade-Kleidung schon immer toll und habe auch für mich öfter über dawanda eingekauft. Irgendwann reichte das nicht mehr, ich wollte es einfach selbst ausprobieren....Ich verkaufte meine lang gehegte Goldmünze und holte mir von dem Geld eine Nähmaschine. Mit dieser marschierte ich zu Judith nach Mühldorf (Google hatte mir erklärt, dass sie Nähkurse gibt). Dort Nähte ich krumm und schief ein Schweinchen aus Handtüchern. Das Gute Stück steht heute noch in meinem Nähschrank und lässt mich immer wieder Tränen lachen, weil es so süß Schief in der Gegend rumguckt.


2.       Was machst Du, wenn Du nicht nähst? 

ich bin Lehrerin in einer Förderschule und unterrichte gerade eine 5. Klasse. eine wunderbarer Haufen von tollen Individuen, die mich lachen und verzweifeln lassen. Es wird nie langweilig!
Dieses Jahr durfte ich außerdem eine Schülerfirma übernehmen. Einmal in der Woche arbeite ich mit sieben Schülerinnen unserer Schule an der Nähmaschine: Wir nähen lätzchen, kleine Pumphosen und andere nette Kleinigkeiten und verkaufen diese dann. Die Schüler lernen den Arbeitsalltag kennen und übernehmen Verantwortung: Von der Stoffzusammenstellung, über den Schaffensprozess bis hin zur Werbung und dem Verkauf – die Schüler organisieren sich und zeigen, was sie praktisch drauf haben.



3.      Was ist für Dich beim Nähen unverzichtbar?

Passender Kombistoff! ich könnte Stunden damit verbringen, Farbzusammenstellungen zu suchen und die Zeit habe ich einfach nicht. Daher liebe ich es, wenn es zu einem stoff einen passenden Kombi gleich dazu gibt.


4.      Wann ist Deine liebste Nähzeit?

Ich kann nur abends nähen, wenn die Kinder im Bett sind und ich alles für die Schule erledigt habe. Das ist dann meistens erst ab 21 Uhr. Am Wochenende kann ich mir manchmal den Vormittag frei nehmen, wenn mein Mann zu Hause ist.


5.      Was nähst Du am liebsten?

Am Liebsten nähe ich für meine Jungs. Ich stelle mir schon zu Beginn genau vor, wie es sein soll, stöbere in Schnittmustern und überlege mir kleine Nettigkeiten, die lustig aussehen könnten. Es gibt so viele Möglichkeiten. Gerade nähe ich aber auch gerne für mich....es gibt immer mehr tolle, stilvolle Damenstoffe, die Handmade-Kleidung richtig professionell aussehen lassen.


6.      Was ist für Dich in Deinem Nähzimmer unverzichtbar?

Das Bild meiner verstorbenen Freundin Marit. Ich möchte sie niemals vergessen und so hab ich sie immer im Blick.
Und: Öhöm....mein Fernseher. Der läuft immer im Hintergrund...auch wenn ich nicht immer alles durch das Rattern verstehe, meine ich doch am Ende immer zu wissen, wer der Mörder ist.


7.       Zeig uns Dein liebstes "Nähhelferlein"

Meine Stoffklammern! Ich benutze seitdem fast keine Stecknadeln mehr. Es geht einfach viel Schneller und ich kann mich nicht stechen.



8.      Welche Tipps hast Du für mehr Ordnung im Nähzimmer?

Da fragt ihr leider die Falsche. ungefähr jeden zweiten Tag sage ich, dass ich mein nähzimmer aufräumen muss. Ich habe einfach zu wenig Platz und teile mir das Nähzimmer ja mit meinem Büro...überall Schulbücher, abgeheftete Arbeitsblätter, Ordner, Spiele und andere Sachen, die ich für meinen Unterricht „horte“. Ab nächstes Jahr ziehe ich deswegen in ein alleiniges Nähzimmer um. Das wird gigantisch!


9.      Was würdest Du jemanden mit auf den Weg geben, der sich ein Nähzimmer einrichten möchte?

Ich erhoffe mir da Tipps von euch! Nächstes Jahr werde ich mir nämlich mein Nähzimmer einrichten dürfen. In einem Forum habe ich den Tollen Tipp gelesen, beim Möbelschweden die Hängeregister in einfache Boxen zu stecken....somit sind die Schnittmuster optimal griffbereit. Endlich kein zettelgeflatter mehr!





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